Gefahren: Porsche Macan Modellpflege

Der Macan ist für Porsche ein voller Erfolg. Manche Märkte führen Wartelisten für das Einstiegs-SUV. Doch in Zuffenhausen ruht man sich nicht auf den Lorbeeren aus, so dass es nun etwa vier Jahre nach dem Debüt eine tiefgreifende Modellpflege gibt.

Highlights

Es ist erstaunlich welche Wirkung Reife haben kann. Denn die technische Basis des Macan PA datiert nun schon auf 2008. Die Plattform war fünf Jahre alt, bevor Porsche erstmals mit der Feinabstimmung für das eigene Produkt begann und nun, weitere fünf Jahre später, zeigen die Entwickler noch einmal, was sie aus dem Baukasten so alles herausarbeiten konnten.

Wir haben es schon ein paar Mal geschrieben und auch beim neuen Macan trifft es wieder zu:

Porsche ist vor allem ein Gefühl. Ein Gefühl das durch das feine Herausarbeiten unterschiedlicher Einzelheiten entsteht. Und wer auch immer seine Finger in Zuffenhausen während dieser Entwicklungsphase im Spiel hat – das waren keine Anfänger aus der Neigungsgruppe für darstellende Geometrie. Die Genauigkeit in jeder Einzelheit und der Zusammenschluss zu einem abgerundeten Werk großer Fehlerlosigkeit – sowas machen Leute, die was erlebt haben und die fahren können. Sie sind die Philharmoniker unter den Ingenieuren, die, die mit ihrer Interpretation ein Modell völlig verwandeln können.

War schon der alte Macan eine wunderbare Entwicklung, so ist der neue noch kompletter.

Die Lenkung ist weiterhin direkt und schön gewichtet. Das Fahrwerk ist bei Bedarf noch komfortabler – und trotzt den gewalten 21-Zoll-Optionsreifen – und doch noch agiler und leichtfüßiger Dank Änderungen an Dämpferventilen und neuer Leichtmetallanbindung. Selbst den Druckpunkt der Bremse konnte man dank eines neuen Pedals noch schärfer definieren. Im Ergebnis überrascht der Macan wie eh und je. Nicht nur für ein Auto dieser Größe und vor allem diesen Gewichts lässt er sich derart leichtfüßig, schnell, selbstbewusst und exakt durch die engen Gassen Mallorcas treiben, sondern gerade sein SUV-Dasein kommt ihm hier auch noch zu Gute: Die hervorragende Sicht, die durch die hohe Fahrposition ermöglicht wird.

Natürlich, er ist kein Sportwagen, kann seine Masse nicht vollständig verbergen, vor allem wenn man konstant schnell unterwegs ist. Man spürt Scheiben und Beläge unter der extremen Belastung hart arbeiten, merkt wie das Auto anfängt sich immer mehr zu bewegen beginnt, um die Überlastung zart anzudeuten. Dennoch: es gibt kein SUV in seiner Preisklasse, das eine derartige Fahrfreude vermittelt.

Ersteindruck

Besonders der Macan S mit seinem neuen V6 überrascht. Die Leistungsdaten des aktuellen Topmodells klingen auf dem Papier gut, aber in der Praxis fühlt sich die Beschleunigung etwas glanzlos an. Untenraus geht er schon gut, das Drehmoment liegt früh an und das PDK verwaltet den Vortrieb mit dem PTM-Allrad sehr souverän. aber die Begeisterung will im mittleren und hohen Drehzahlbereich nicht anhalten. Er

wirkt ein bisschen abgewürgt, was der Blick auf die Datenkarte in etwa bestätigt. Die Applikateure haben ihm beim frühen Erreichen der Spitzenleistung das Drehmoment weg- und auf ein gleichbleibendes Leistungsniveau eingeregelt.

Das der Dreiliter dabei nicht einmal besonders kernig, im Teillastbereich bei mittlerer Drehzahl beinahe dieselig, klingt – selbst in der Sport- und Sport-Plus-Stellung (mit aktiver Sportabgasanlage) – trägt wenig zum Gesamterlebnis bei. Es hätte da schon ein bisschen mehr sein dürfen, zumal der alte 3.0 V6 Biturbo aus dem Vorgänger hier ein ganz anderes Bild zeichnete.

Ganz im Gegenteil präsentiert sich dazu überraschenderweise war die Basis. Der Macan wirkt angenehmer als der größere S. Natürlich nicht in der objektiven Performance, sondern beim subjektiven Abliefern. Auf dem Papier mögen dem Zweiliter-Macan über 100PS zum V6 fehlen, in der normalen Fahrt fühlt es sich nach viel weniger „wenig“ an. Der Vierzylinder tritt ausreichend wuchtig an, lockt mit einem beinahe heiseren Ansauggeräusch und macht mit seiner Drehfreude das wett, was der V6 in seiner scheinbaren Trägheit vermissen lässt.

Dazu kommt, dass der Macan beinahe 100kg weniger auf die Waage bringt als der Macan S – über 50kg davon vor der Vorderachse. Der Vierzylinder kann deshalb als Gehimtipp gelten. Mit Bedacht ausgestattet bietet er nicht nur einen preissensiblen Einstieg in die Porsche-Welt, sondern ein rundum komplettes Fahrerlebnis.

Wer mehr möchte, der sollte dringend auf Macan turbo oder Macan GTS warten.

Motoren

Die wichtigste Änderung, besonders für den deutschen Markt, betrifft die Motorenpalette. Porsche wird nun auch im Macan keine Dieselmotoren mehr anbieten. Bisher waren 80 Prozent aller in Deutschland verkauften Macan Selbstzünder.

Alternativen in Form von Plug-in-Hybriden, die bei Panamera und Cayenne die Verkaufs-Ausfälle der Ölmotoren sehr ordentlich aufgefangen haben, wird es beim Macan plattformbedingt nicht geben können. Denn auch der Macan PA basiert weiterhin auf 8R-Plattform des Audi Q5 von 2008. Der Unterbau gibt auch mit geschicktestem Package keinen Bauraum für eine Hochvoltbatterie und einen in den Antriebsstrang integrierten Elektroantrieb frei.

Allerdings sind die Benziner nach der Produktaufwertung grundlegend neu. Zum Marktstart gibt es einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbo mit 245 PS/370 Nm und einen ebenfalls einfach aufgeladenen Dreiliter-V6 mit 354 PS/480 Nm.

Der Reihenvierzylinder des Macan ist als betont sportliches und effizientes Triebwerk ausgelegt – mit einem bar Ladedruck, Ladeluftkühlung, Benzin-Direkteinspritzung und variablen Steuerzeiten.

VarioCam Plus passt Ein- und Auslassnockenwelle kontinuierlich an und steuert zusätzlich den Hub der Auslassventile. Dank der weiterentwickelten Brennraumgeometrie unterschreitet der Macan alle weltweit gültigen Abgasgrenzwerte. In Europa bedingt die Kombination mit einem Partikelfilter eine

geringfügige Verringerung der Nennleistung von 185 kW (252 PS) auf 180 kW (245 PS). Das Abgas wird nach dem Katalysator in wechselseitig verschlossene Kanäle geleitet und strömt durch die Partikelfilterwände. Der Filter, dessen Regeneration über aktive und passive Maßnahmen erfolgt, ist auf eine wartungsfreie Haltbarkeit über Fahrzeuglebenszeit ausgelegt.

Das Thermomanagement der Motoren wurde durch eine bedarfsgerechte Kühlpumpensteuerung nochmals optimiert. So können der Motor und damit die Katalysatoren noch schneller auf optimale Betriebstemperatur gebracht werden.

Der Sechszylinder des Macan S ist ein Hochtechnologie-Triebwerk: Erstmals im Panamera eingesetzt hielt der Motor mittlerweile auch in den Cayenne und jetzt in den Macan Einzug. Auffälligste Besonderheit: Der Mono-Abgasturbolader ist innen im Zylinder-V angeordnet, im so gennannten Central Turbo Layout. Die kurzen Abgaswege zwischen den Brennräumen und dem Turbolader sorgen für ein besonders spontanes Ansprechverhalten, was einer dynamischen Fahrweise entgegenkommt. Der neue Twin-Scroll-Turbolader ermöglicht ein hohes Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich. Gleichzeitig trägt er zum besseren Ansprechverhalten bei. Bei der Twin-Scroll-Technologie werden die Abgasströme dem Turbinenlaufrad durchgehend getrennt zugeführt. Hierdurch werden Ladungswechselnachteile deutlich reduziert. Die weiterentwickelte Brennraumgeometrie mit zentralem Injektor kommt einer effizienten Gemisch-Aufbereitung zugute. Neben der Steigerung der Literleistung von 113 auf 118 PS verbesserten sich auch die Abgasemissionen. Bis zu drei Einspritzungen pro Arbeitstakt optimieren die Verbrennung und reduzieren so die Schadstoffanteile im Abgas. Beide Zylinderköpfe des V-Motors haben integrierte Abgaskrümmer. Neben der Gewichts- und Bauteilreduzierung hat diese Konstruktion den Vorteil, dass der Abgaskrümmer in den Kühlkreislauf eingebunden werden kann. Dadurch steigt die Effizienz bei hohen Lasten, der Verbrauch sinkt.

Info: Im Abgasstrang des Vierzylindermotors sitzt ein Ottopartikelfilter (OPF), beim Sechszylindermotor werden zwei Filter eingesetzt.

Weitere Baustufen – etwa ein Macan Turbo und ein Macan GTS – werden folgen. Analog zu den anderen Baureihen dürfte hier der auch von Audi entwickelte 2,9-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung seine Bühne finden. Angesichts des Konkurrenzumfeldes dürfte es hier bis zu 460PS, mit Performance Pack gar in Richtung 500PS geben.

Applikation

Spontane Leistungsentfaltung ist eine der Kerneigenschaften des Macan. Um das Potenzial der neuen Motoren optimal auszuschöpfen, wurde das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) neu adaptiert. Im Sport-Modus spricht das Getriebe nun noch spontaner an und ermöglicht sehr schnelle Gangwechsel. Im Normalmodus schaltet das PDK zügig und komfortabel in die höheren Gänge. Dies spart Kraftstoff und steigert den Langstreckenkomfort.

In Verbindung mit dem Abstandsregeltempostat (ACC) beherrscht das überarbeitete PDK jetzt auch den Segel-Modus, der den Kraftstoffverbrauch im Realbetrieb zusätzlich senkt. Einen weiteren Beitrag zur Effizienzsteigerung liefert die optimierte

Auto Start-Stopp-Funktion. Diese schaltet den Motor jetzt bereits beim Heranrollen an eine Ampel ab. In den Fahrmodi Sport und Sport Plus ist die Auto Start-Stopp-Funktion automatisch deaktiviert.

Neu: Sport Chrono-Paket mit Modeschalter Das Sport Chrono-Paket wird nun auch beim Macan über den im Lenkrad integrierten Mode-Schalter bedient. Neben den Fahrmodi Normal, Sport und Sport Plus lässt sich zusätzlich ein Individual-Modus anwählen. Hier kann der Fahrer sein individuelles Setup abspeichern und mit einem Dreh am Mode-Schalter direkt abrufen. Über den Sport Response Button in der Mitte des Mode-Schalters kann der Fahrer das Ansprechverhalten des Macan auf Knopfdruck für 20 Sekunden so schärfen, dass unmittelbar die maximale Performance zur Verfügung steht. Gaspedalbefehle setzt der Sportwagen unter den kompakten SUV deutlich spontaner um und realisiert schneller optimale Beschleunigungswerte. Die Sport Response Funktion kann beliebig oft aufgerufen werden.

In Verbindung mit dem optionalen Sport Chrono-Paket bietet das Porsche Stability Management (PSM) zusätzlich den separat schaltbaren Modus PSM Sport. Mit dieser besonders sportlichen Abstimmung kann sich der ambitionierte Fahrer noch weiter an den Grenzbereich des Macan herantasten. Das PSM bleibt dabei m Hintergrund stets aktiv. Der PSM Sport Modus kann unabhängig vom gewählten Fahrmodus zugeschaltet werden.

Fahrwerk

Der Macan ist das sportliche Aushängeschild im Segment der kompakten SUV. Diese Position verdankt er vor allem dem Sportwagen-typischen Fahrwerk, das für eine einzigartige Querdynamik sorgt, ohne dabei den Alltagskomfort zu vernachlässigen. Zur Modellpflege überprüften die Fahrwerkingenieure jede Chassis-Komponente auf weiteres Optimierungspotenzial. Mit detaillierten Verbesserungen und einer komplett neuen Abstimmung legt der Macan die sportliche Messlatte nun ein weiteres Mal höher.

So ersetzen an der Vorderachse jetzt Federgabeln aus Aluminium die bisherigen Stahlbauteile. Die Federgabeln, die sich über die Antriebswellen spreizen, verbinden die Federn und Dämpfer mit dem Vorderachsträger. Die neue Leichtmetallkonstruktion ist steifer und reduziert die ungefederten Massen um rund 1,5 Kilogramm. Das Resultat: Der Macan lenkt noch präziser und federt noch komfortabler. Dank optimierter Abrollkolben und neuer Stoßdämpfer-Hydraulik verbessern sich auch die Federeigenschaften der optionalen Luftfederung.

Neu abgestimmte Stabilisatoren setzen auf die verbesserten Federeigenschaften auf. Die Seitenführung ist auf ein neutraleres Fahrverhalten ausgelegt – der Macan fühlt sich noch mehr wie ein Sportwagen an. Das weiterentwickelte Fahrwerkkonzept umfasst zudem 19- und 21-Zoll-Räder mit um ein halbes Zoll vergrößerten Maulweiten im Felgenbereich an der Vorderachse. Dadurch werden die Reifen präziser geführt, das Einlenkverhalten verbessert sich. Alle Pneus stammen aus einer neuen, speziell auf die Fahreigenschaften des Macan zugeschnittenen Generation. Die Raddurchmesser reichen von 18 bis 21 Zoll. Die Dimensionen der Mischbereifungen liegen an der Vorderachse zwischen 235/60 R 18 und 265/40 R 21 sowie an der Hinterachse zwischen 255/55 R 18 und 295/35 R 21.

Wie bisher stehen zur Steigerung der Fahrdynamik optional die aktive Dämpferregelung PASM, die höhenverstellbare Luftfederung und das Porsche Torque Vectoring Plus (PTV Plus) zur Wahl.

Weiterentwickelte Bremsen mit präziserem Druckpunkt

Viel Feinarbeit steckt auch in den Bremsen des neuen Macan. Der Fahrer bemerkt das vor allem am veränderten Pedalgefühl. Er tritt auf ein so genanntes Organoblech-Pedal aus umgeformtem, glasfaserverstärkten thermoplastischen Plattenmaterial mit hinterspritzter Kunststoffrippenstruktur. Dieses Pedal wiegt rund 300 Gramm weniger als das bisherige Stahlteil und wirkt über einen verkürzten Hebelarm auf den Hauptbremszylinder. Die Bremse spricht dadurch nicht nur spontaner an, durch die sehr steife Anbindung spürt der Fahrer auch einen sehr präzisen Druckpunkt. Vor allem engagierte Sportfahrer werden die optimierte Rückmeldung zu schätzen wissen. Der noch sportlichere Ansatz des neuen Macan schlägt sich beim S-Modell in vergrößerten vorderen Bremsscheiben nieder. Sie nahmen im Durchmesser um zehn auf 360 Millimeter zu, die Scheibendicke wuchs um zwei auf 36 Millimeter. Alle neuen Bremsbeläge sind kupferfrei. Der Macan S kann optional mit der Keramikbremsanlage PCCB ausgestattet werden.

Die neue Motorlagerung mit einer so genannten Fahrdynamikstütze sorgt für eine nochmals verbesserte Anbindung des Motors an das Chassis. So wird bei Lastanforderungen das Wanken des Motors in seiner Lagerung stärker unterdrückt. Dies nimmt Einfluss auf das Fahrverhalten in Kurven. Das Einlenkverhalten wird direkter und agiler. Gibt der Fahrer am Kurvenausgang Gas, wirkt sich die Eigenbewegung des Motors deutlich weniger auf das Fahrverhalten aus. Der Macan bleibt stabiler in der Spur und kann die Seitenführungskräfte der äußeren Reifen kontrollierter nutzen.

Design

Optisch halten sich die Änderungen zurück. Zumindest an der Front. Hier lassen die Designer die Vorgänger-Generation nicht wirklich alt aussehen. Es sind Detailänderungen an den Lufteinlässen der neugezeichneten Stoßfänger, die den Macan optisch breiter wirken lassen.

Erst auf den zweiten Blick bemerkt man den Entfall der Nebelscheinwerfer, deren Funktion von der LED-Lichttechnik der Hauptscheinwerfer übernommen wird. Komplett neu gestaltet wurden die jetzt stets in LED-Technik ausgeführten Hauptscheinwerfer. Bei Tageslicht zieht das skulpturale Scheinwerfer-Innenleben der dreidimensional ausgeführten Lichtmodule den Blick an. Es bringt die zukunftsweisende Lichttechnologie des Macan auch optisch zum Ausdruck.

Die LED-Hauptscheinwerfer bestehen aus einem zentralen 25 Watt starken LED-Modul für Fahr- und Fernlicht, das von vier weiteren LED-Modulen unterstützt wird. Die vier quadratisch um das zentrale Modul angeordneten LED-Einheiten bilden das Porsche typische Vier-Punkt-Tagfahrlicht. Zudem unterstützen sie die zentrale LED-Einheit bei der optimalen Ausleuchtung der Fahrbahn direkt vor dem Fahrzeug. Unterhalb des zentralen Elements sitzt eine LED-Einheit, die die Ausleuchtung bei Fernlicht verbessert.

Das Lichtsystem lässt sich in zwei Optionsstufen weiter optimieren: Der LED-Hauptscheinwerfer mit Porsche Dynamic Light System (PDLS) leistet 35 Watt, hat zusätzlich Kurvenlicht und kann automatisch auf- und abblenden. PDLS Plus passt darüber hinaus die Leuchtweite des Fernlichts stufenlos an und umfasst zudem Kreuzungslicht.

Deutlich mehr hat sich für den Laien am Heck der Macan PA getan: Mit dem dreidimensionalen LED-Leuchtenband kommt ein charakteristisches Porsche-Designmerkmal aus den anderen Baureihen hinzu. Es verbindet die beiden Heckleuchten miteinander und trägt den „PORSCHE“ Markenschriftzug.

Die Neugestaltung der Rückleuchtenkontur in der Heckklappe streckt das Fahrzeug grafisch, bricht die Höhe und betont die Breite. Der optische Schwerpunkt liegt tiefer, ein weiteres stilistisches Indiz für die gesteigerte Fahrdynamik. Darüber hinaus spiegeln die Bremsleuchten im Vier-Punkt-Design die Markenidentität wider.

Interieur

Im weiterentwickelten Interieur des Macan bilden Sportwagen-Ergonomie, Digitalisierung und Komfort eine stimmige Einheit. So ist das optionale GT- Sportlenkrad mit 360 Millimeter Durchmesser und Leder- oder Alcantara-Bezug aus dem 911 übernommen.

Auch die DNA des 918 Spyder findet sich im neuen Macan wider: Der Mode-Schalter mit Sport Response Button des optionalen Sport Chrono Pakets stammt ursprünglich von dem Supersportwagen.

Oberhalb der Porsche typisch ansteigenden Mittelkonsole fügt sich das neue, 10,9 Zoll große Full-HD-Touchdisplay des Porsche Communication Management harmonisch ein. Dank des neuen Interface konnte die Anzahl der Tasten im Display-Bereich reduziert werden. Die Lüftungsdüsen wurden mit Metallspangen aufgewertet und integrieren sich jetzt unter dem neuen PCM horizontal in die Mittelkonsole. Das Armaturenbrett wirkt dadurch breiter und flacher.

Der neue Macan bietet bereits serienmäßig besonders hochwertige Ausstattungsmerkmale: So bestehen beispielsweise die Sitzflächen aus Alcantara® und die Sitzwangen aus hochwertigem Kunstleder. Lenkrad, Wählhebel und die Armauflagen tragen einen Lederüberzug. Auf Wunsch stehen weitere Volllederausstattungen in verschiedenen Farben zur Verfügung. Über die Porsche Exclusive Manufaktur lassen sich die Lederausstattungen noch weiter individualisieren.

Jeder Macan ist ab Werk mit einem Partikel-/Pollenfilter mit Anti-Allergen-Beschichtung ausgerüstet. Der optionale Ionisator verbessert darüber hinaus die Luftqualität im Luftstrom. Dafür wird die Luft der Klimaautomatik, bevor sie ins Fahrzeuginnere strömt, durch einen Ionisator geleitet. Dies reduziert die Anzahl enthaltener Keime und anderer Schadstoffe. Die Luftqualität im Fahrzeuginneren wird verbessert, was dem Wohlbefinden entgegenkommt Der Ionisator wird über eine separate Taste auf der Mittelkonsole gesteuert.

Infotainment

Der neue Macan ist serienmäßig voll vernetzt: Das weiterentwickelte Porsche Communication Management (PCM) bietet über den von 7,2 auf 10,9 Zoll vergrößerten Touchscreen mit neuer Bedienoberfläche ständigen Zugriff auf internetbasierte Funktionen und Dienste.

Dazu liefert Porsche den neuen Macan grundsätzlich mit dem Connect Plus-Modul aus. Bereits serienmäßig kann der Fahrer die Online-Navigation nutzen. Der Homescreen ist jetzt wie bei Panamera und Cayenne mit Hilfe von vordefinierten Kacheln einfach und schnell personalisierbar. Das serienmäßige LTE-Kommunikationsmodul sorgt für eine optimale Sprachqualität und Datenverbindung. Auf Wunsch kann auch eine kundeneigene SIM-Karte über den integrierten Kartenleser für die Datenübertragung genutzt werden.

Noch einfacher, noch schneller und noch umfassender präsentiert sich die weiterentwickelte Online-Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformationen. Basis für die einfache Suche nach Navigationszielen ist der zentrale „Finder“ – symbolisiert durch eine Lupe in der Kopfleiste des Monitors. Er ermöglicht die Zielsuche mit einfachen Begriffen. Der Finder bietet zudem eine Vielzahl von Zusatzinformationen wie Benzinpreise, freie Parkhäuser inklusive Preisen und Öffnungszeiten oder auch Nutzer-Bewertungen von Hotels und Restaurants.

Auch die Spracheingabe von Navigationszielen funktioniert jetzt mit Hilfe des neuen Voice Pilot ähnlich einfach. Spracheingaben können dank Online-Spracherkennung wesentlich intuitiver als bisher erfolgen. So ist zum Beispiel die Eingabe eines Navigationsziels ohne Nennung von Adressdetails möglich.

Darüber hinaus können mit Hilfe des Voice Pilot nicht nur Navigationsfunktionen gesteuert werden. Das System versteht auch Befehle zur Steuerung von Musik und Fahrzeugfunktionen. Durch die Online-Anbindung des Systems ist die Spracherkennung immer auf dem neusten Stand.

Die Berechnung der Navigation wurde ebenfalls optimiert. Hintergrund ist die simultane Verarbeitung der Eingaben an Bord und Online. So erfolgt die Routenberechnung der Navigation gleichzeitig – sowohl Online als auch im PCM. Das PCM entscheidet selbstständig, welche Navigation die optimale Route errechnet hat, startet jedoch immer mit dem am schnellsten berechneten Ergebnis. Auf Fahrerwunsch speichert das PCM mit Hilfe der Funktion „Persönliche Routen“ mehr als drei Mal gefahrene Strecken und lernt damit mögliche Ziele des Fahrers, womit die Streckenführung optimiert werden kann. Ziele können nicht nur im PCM, sondern auch im Smartphone über die Porsche Connect App oder über die Plattform „My Porsche“ komfortabel im Vorfeld einer Fahrt angelegt werden. Durch die Identifikation mit der Porsche ID in Fahrzeug, App und Webportal „My Porsche“ werden die Ziele synchronisiert.

Mit dem neuen Dienst Risk Radar verarbeitet das Navigationssystem so genannte Schwarmdaten. Dabei handelt es sich um anonym erfasste und übermittelte Daten entsprechend ausgerüsteter Fahrzeuge zur Verkehrs- und Straßenlage. Anhand der Fahrzeugsensoren warnen diese beispielsweise vor Nebel, Schleudergefahren und Unfällen. So kann der neue Macan dazu beitragen, Gefahren zu entschärfen und Unfälle zu verhindern.

Eine für alles: Porsche Connect App für Apple und Android Smartphones Die neu gestaltete Porsche Connect App bietet dem Fahrer jetzt noch einfacher und umfangreicher viele Zugriffsmöglichkeiten auf die Fahrzeug- und Connect Funktionen per Smartphone. Die App ist in drei Hauptbereiche „Navigation“, „Mein Fahrzeug“ für fahrzeugbezogene Funktionen sowie „Mein Konto“ für nutzerbezogene Services und Einstellungen wie zum Beispiel die Verbindung der Connect App mit dem Amazon Music-Konto gegliedert. Im Bereich „Mein Fahrzeug“ kann der Fahrer beispielsweise anhand einer Darstellung seines eigenen Fahrzeugs in drei Perspektiven sehen, ob Türen, Heckklappe und Fenster geschlossen sind und das Fahrzeug auf Wunsch ver- oder entriegeln. Abrufbar sind zudem Informationen über Reichweite, Ölstand und Wartungsverlauf. Weiterhin lassen sich die Überwachungs- und Sicherheitsfunktionen steuern.

Nutzer der Smart Home-Geräte des Anbieters Nest werden im Fahrzeug jederzeit über ihr Zuhause informiert. Der Service übermittelt online die Daten von vernetzten Rauchmeldern, Bilder der installierten Kameras oder ermöglicht das Regeln der Temperatur zu Hause vom Fahrzeug aus.

Auf Wunsch kann jetzt auch der Macan mit der optionalen Smartphone-Ablage ausgestattet werden. Um eine direkte Anbindung des Telefons an die Außenantenne des Fahrzeugs herzustellen, muss kein Kabel gesteckt werden. Sobald das über Bluetooth® verbundene Smartphone in der Ablage der Mittelkonsole liegt, wird eine Verbindung zur Außenantenne des Fahrzeugs hergestellt. Dies senkt den Akku-Verbrauch des Smartphones und optimiert die Empfangsqualität.

Assistenz- und Komfortsysteme

Porsche hat das Angebot an Assistenzsystemen für den Macan erneut erweitert. Eine leistungsfähigere Sensorik, Daten- und Bildverarbeitung ermöglicht neue Funktionen. So konnte der Abstandsregeltempostat zum Stauassistenten weiterentwickelt werden.

Mit Hilfe des mittig im zentralen Lufteinlass platzierten Radarsensors überwacht die Abstandsregelung die Distanz zu vorausfahrenden Fahrzeugen und passt diese automatisch an. Auch quer einscherende Fahrzeuge von den Nachbarspuren werden erkannt. Das System bremst, sofern nötig, einem vorausfahrenden Fahrzeug folgend bis zum Stillstand ab. Dank der Stop-and-Go-Funktion ist das Fahrzeug in der Lage, nach einer Bremsung bis zum Stillstand wieder selbstständig anzufahren. Dauert der Stillstand länger als drei Sekunden, reicht ein kurzes Antippen des Gaspedals oder eine Wiederaufnahme per Lenkstockhebel, um das Fahrzeug wieder losfahren zu lassen.

Stauassistent unterstützt im Kolonnenverkehr

Der zusätzliche Stauassistent erweitert die Stop-and-Go-Funktion um eine Lenkunterstützung. Auf Basis der optimierten Radar- und Video-Sensorik erkennt das System in einem Geschwindigkeitsbereich von null bis 65 km/h Fahrspurmarkierungen sowie vorausfahrende Fahrzeuge auf der eigenen Spur und der Nachbarspur. Ist das System aktiv, wird das eigene Fahrzeug durch gezielte Lenkeingriffe in der Spur gehalten. Im Stau oder zähfließenden Verkehr führt dies zu

einer erheblichen Entlastung des Fahrers und einem deutlichen Zugewinn an Komfort. Bestandteil von Abstandsregeltempostat und damit auch des Stauassistenten ist die Anhalteweg-Verkürzung mit mehrstufigen Warnungen und Bremseingriffen bei einer Kollisionsgefahr mit Fußgängern oder Fahrzeugen. Unverändert stehen darüber hinaus optional weitere Assistenzsysteme etwa zur Spurhaltung und zum Spurwechsel sowie die Tempolimit-Anzeige zur Wahl.

Park-Assistent mit Rückfahrkamera und Surround View

Porsche unterstützt Fahrer des neuen Macan im Alltagsverkehr mit einem dreistufigen System von Parkhilfen. Der optionale Park-Assistent vorn und hinten informiert den Fahrer mit optischen und akustischen Warnungen beim Rangieren und Einparken. Das System greift auf Ultraschallsensoren an Front und Heck des Fahrzeugs zurück. Optional lässt sich der Park-Assistent durch die Rückfahrkamera ergänzen. Sie unterstützt das Rangieren durch die Darstellung eines farbigen Kamerabildes mit dynamischen Hilfslinien und Abständen zu potenziellen Hindernissen auf dem Bildschirm des PCM. Der Park-Assistent mit Surround View berechnet aus vier Einzelkameras eine 360-Grad-Ansicht, die beim Parken und Rangieren hilft. Die Darstellung im Bildschirm des PCM erfolgt jetzt mit einem deutlich schärferen Bild.

Neue Komfortoptionen: beheizbare Frontscheibe und Wärmeschutzverglasung

Ein abgestuftes Programm an Verglasungsoptionen bietet die Möglichkeit, den Komfort des neuen Macan den persönlichen Ansprüchen anzupassen. Erstmals steht für das kompakte SUV eine beheizbare Frontscheibe als Option zur Wahl. Dazu ist eine spezielle Folie in die Scheibe integriert, die ohne sichtbare Heizdrähte auskommt.

Zudem kann der Macan optional mit der weiterentwickelten Geräusch- und Wärmeschutzverglasung aus Verbundglas ausgerüstet werden. Eine neue Akustikfolie innerhalb der Verbundglaskonstruktion verbessert drei wesentliche Eigenschaften: Schädliche UV-Strahlen werden nahezu vollständig blockiert, Störgeräusche werden weiter minimiert und der Einbruchschutz steigt.

Auf Wunsch ist die Geräusch- und Wärmeschutzverglasung in Kombination mit der Privacy-Verglasung erhältlich. Bei dieser auch separat verfügbaren Ausstattungsoption sind alle Scheiben ab der B-Säule stark abgedunkelt. Die Tönung reduziert das sichtbare Licht auf unter 20 Prozent für die Fondseitenscheiben (in Kombination mit Geräusch- und Wärmeschutzverglasung unter 30 Prozent) und unter 30 Prozent für die Heckscheibe. Zur weiteren Steigerung der Privatsphäre lässt sich die Privacy-Verglasung um optionale Sonnenschutzrollos für die Fondseitenfenster ergänzen.